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Warum ich über ADS und ADHS schreibe… Teil 1

War mir doch nach meinen zwei Söhnen eine allerliebste Tochter geschenkt worden. Welch eine Freude, das können Sie mir glauben.  Doch kaum drei Monate alt, entwickelte sie eine ausgeprägte Neurodermitis. Es gestaltete sich ein quälendes Jahr für die ganze Familie. Ich zog mit ihr von einem Arzt zum nächsten, nichts wollte helfen. Mir wurde sogar mangelnde Pflege unterstellt.  Was man nicht alles auf sich nehmen muß.

Irgendwann bin ich über Empfehlung an einen Arzt gelangt, der auf Allergien ausgetestet hat. Es stellte sich heraus, daß sie gegen Kuhmilch, Weizen und Zucker allergisch reagierte und das beste daran, ich habe meine Tochter gestillt.  Der Arzt empfahl mir unbedingt weiter zu stillen, solange es möglich sei, daß gäbe ihr Schutz. Es sei nur erforderlich,daß ich ebne  besagte Nahrungsmittel von meinem Speiseplan nehme.

Das war für mich das kleinste Übel, wenn es nur meiner Tochter endlich besser ginge und sie unbeschwert Lachen sehen  kann.  Und tatsächlich schon nach kurzer Zeit bemerkte ich deutlliche Besserung. Die offenen Stellen gingen zurück und sie schien einen unstillbaren Lebenshunger zu entwickeln.  Sie war beinahe nicht mehr zu bremsen.

Zunächst dachte ich, das sei auf die lange quälende Zeit davor zurückzuführen, und sie müsse einiges nachholen.  Doch das Tempo das sie vorlegte, die Unruhe,  die sie in sich hatte, und die ständige Unzufriedenheit mit dem was sie selber erreichen wollte, machten mich schon stutzig.

Was immer sie unternah, malen, mit Klötzeen einen Turm bauen, ein Puzzle fertigstellen, sie war oft  voller Unmut  und das durchaus mit Nachdruck.  Andererseits konnte sie endlos hin und herrennen, sie schien nie müde zu werden. Es war auch recht schwer, sie zu einer Mittagsruhe zu bewegen.

Die Kindergartenzeit verlief ähnlich. es fiel ihr ausgesprochen schwer, bei einer Sache zu bleiben. Auf der anderen Seite war meine Tochter sehr wissbegierig. sie konnte einen mit unzähligen Fragen löchern.

Sie verfügte über eine gute Beobachtungsgabe.   Die Erzieherinnen , die meine Tochter längst mit ihrem Charme um den Finger gewickelt hatte, waren der Meinung, daß sie eine strenge Hand benötige.

 

Zugegeben, es war wirklich nicht einfach mit ihr umzugehen. Ich mußte sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen beweisen,  um einigermaßen mit ihr klar zu kommen.

Die Katastrophe zeigte sich erst in der Schule.

Meine Tochter kam mit der Lehrerin absolut nicht klar und diese schien restlos überfordert zu sein.  Meine Tochter blockierte, war ständig mit ihren Gedanken woanders, wußte nie was sie  an Hausaufgaben hatte.  Die Lehrerin hatte sie ständig ausgeschimpft.  Letztendlich weigerte sich meine Tochter, weiter zur Schule zu gehen. Ich stand zwischen meiner Tochter und der Lehrerin. Es gab keine Lösung.

Dann die  für mich erlösende Frage : kann es sein, daß dein Kind ADS hat?

Im ersten Moment war ich reichlich irritiert und schockiert, doch als mir meine Bekannte, die übrigens selbst ein betroffenes Kind hat, anfing darüber zu berichten, erkannte ich durchaus parallelen.  Ich erhielt eine Adresse eines guten Arztes der umfangreiche Tests mit ihr durchführen würde, doch mußten wir eine Wartezeit von einem halben Jahr hinnehmen.

Ich nahm meine Tochter in den Arm und versprach ihr,:  jetzt wir alles gut. Wir müssen nur neue Wegen gehen. Gemeinsam werden wir es schaffen.

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