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Ohne Liebe geht es nicht

Das wird eine lange Reise und der Weg ist das Ziel.

Ich persönlich habe mich für den Einsatz von Medikamente als allerletzte Konsequenz entschieden, wohl wissend, dass dieser Weg sehr viel Kraft und Geduld erfordert und nicht OHNE das Hinzuziehen von Fachkräften und der Bereitschaft, viel dazu zu lernen, möglich ist.

Je mehr ich an mir selber gearbeitet habe, desto besser ist auch die Beziehung zu meinem Kind, Lehrer und alles was mich umgab, geworden. Es wird leider all zu oft vergessen, daß, auch wir uns als Eltern, anders wahrnehmen müssen, um ein erfreuliches, harmonische und glückliches Zusammenleben zu erreichen.
Das muß sozusagen Hand in Hand einhergehen mit den Förderprogrammen und Trainings des Kindes.

Sie müssen sich klar darüber werden, dass der Erfolg nur in vielen kleinen Schritten erreicht werden  kann.  Das ist vergleichbar mit einer Bergtour: sie stehen zuerst ganz unten am Fuße des Berges, manch einen höre ich da schon stöhnen…. es bleibt ihnen nichts übrig, als Schritt für Schritt den Berg zu erklimmen. Wenn sie nach einer Weile zurücklblicken, werden sie erstaunt sein, wieviel sie schon geschafft haben. Unterwegs werden sie vielleicht auch das eine oder andere Mal stehen bleiben, um zu verweilen, Kraft zu schöpfen, die Aussicht genießen, um sich dann wieder in Bewegung zu setzen.  Wenn sie konsequent genug ihr Ziel verfolgen, kommen sie auch irgendwann am Gipfel an und werden mit einer unvergleichlich schönen Aussicht belohnt. Es erfüllt sie mit Stolz, es geschafft zu haben und ein überströmendes Glücksgefühl macht sich in ihnen breit. Der eine läßt sich viel Zeit, und genießt schöne Landschaften, ein anderer, vom sportlichen Ehrgeiz gepackt, schafft den Weg sogar in der halben Zeit. Doch sie kommen alle an. Dann gibt es noch die ganz Schlauen, die unterwegs einkehren, und in aller Gemütsruhe ein Bierchen zischen und das Szenario von der Ferne aus betrachten….

Sicherlich stellen sie sich die Frage: wie geht es nun weiter?

Um irgendwo ankommen zu können, brauchen sie erst ein mal ein klar definiertes Ziel:

mein Ziel mit und für meine Kinder war ganz klar: sie nach besten Kräften und Möglichkeiten dahingehend zu begleiten und zu unterstützen, dass sie zu selbstbewusste Persönlichkeiten heranwachsen , denen es möglich ist, ihr Leben nach  ihren Vorstellungen leben zu können, und all ihre Begabungen und Kreativität dabei voll entfalten können, um  diese zu ihrem Wohl und zum Wohle der gesamten Schöpfung einsetzen können.

Wie bin ich vorgegangen?

In unzähligen Abenden, wenn es endlich  still um mich wurde, habe ich angefangen, mir verschiedene Listen anzufertigen.

Was hat mein Kind für Fähigkeiten? Was für besondere Talente? Welche Interessen? Welche besonderen Neigungen und Begabungen?

Das wurde eine lange Liste:

sie ist musikalisch, intelligent, lebnstüchtig, handwerklich sehr begabt, liebt es neue Dinge auszuprobieren, zeichnet und malt sehr gut, liebt Mathematik, Philosophie, Tanz, tobt übermütig in der Natur, mutig, ehrgeizig, hat eine sehr gute Beziehung zu Pferden, reiten, kann sich dinge gut merken,
schafft es auch, unangenehme Situationen zu meistern, kann sich organisieren, gestaltet gerne, kocht, ist hilfsbereit, entschlossen, gute Vorstellungskraft, sie liebt die Freiheit,  sie kann ihre Meinung öffentlich vertreten, schreibt schöne Phantasiegeschichten, kann gut mit Kindern umgehen……

Fällt es da nicht leicht, sein Kind zu lieben und anzunehmen?

Allerdings war es ein langer emotionsreicher und anstrengender Weg dorthin zu kommen, doch es hat sich ja gelohnt. Sie hat fest vor, Tierärztin zu werden und lernt entsprechend fleißig und mit Erfolg.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß wir vor 5 Jahren nach  Madeira gezogen sind und uns alle an ganz neue Lebensart und Sprache gewöhnen mußten.  Das hat so manches von jedem Einzelnen abverlangt. Das hat sich absolut als Vorteil entwickelt. Aber all das zu erzählen, wird wohl einmal eine
ganz eigene Sache werden.

Welche Schwierigkeiten hat mein Kind?

sehr impulsiv und aufbrausend
konnte sich, wenn sie geärgert wurde, von anderen Kindern, nicht kontrollieren
hat sich sehr leicht ablenken lassen
konnte sich nicht organisieren
konnte keine selbständiges Arbeiten erledigen
hat ständig Hausaufgaben vergessen, oder entsprechendes Material dazu
Hausaufgaben machen war jedesmal ein Drama
sie war Außenseiterin in der Schule
hatte keine Freunde
konnte sich nicht eingliedern
es gab ständig Streit mit den Geschwistern
wollte immer die ungeteilte Aufmerksamkeit erhalten
Tischmanieren war auch ein Thema für sich
sehr ungeduldig
konnte sehr unzufrieden mit sich sein
konnte nicht still sitzen

Ich schildere das, um Ideen zu geben, Mut zu machen, weiter den Weg zu gehen, nach Möglichkeiten zu suchen und Tiefpunkte ertragen lernen, denn ich habe nie aufgehört, nach besseren Wegen und Möglichkeiten zu suchen. Heute kann ich Lächeln, wenn ich auf die beinahe 18 Jahre Erfahrung mit meiner Tochter zurückblicke. Und ich bin sehr stolz auf sie und unendlich glücklich darüber, dass sie DIE Persönlichkeit ist, die sie ist.

Nächstes mal erzähle ich Ihnen, welche Ziele wir gemeinsam erarbeitet haben.

Noch eine Bitte an Sie, schreiben Sie mir doch , was Sie so erlebt haben, welche Frage oder Anregung Sie haben, denn ich gebe mir viel Mühe, möchte damit auch einen wichtigen Beitrag leisten, für alle, die
sich mit dieser Thematik auseinandersetzen (müssen).

Vielen Dank!

Es grüßt Sie herzlichst,
Gabriele Odenthal

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Kategorien:Uncategorized
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