Weniger ist oft mehr

Nachdem man einigermaßen die Stärken uns Schwächen seines Kindes einschätzen kann,

ist es von großer Bedeutung sich Ziele zu setzen.

 

Sie und Ihr Kind müssen doch wissen, wo es lang gehen soll, um das Schiff sicher in den Hafen zu führen.

 

Fragen Sie doch einfach Ihr Kind, was es später werden möchte?

 

es kann interessant sein, was die Kinder dazu äußern.

Mein Kleiner 9 Jahre jung meinte dazu: ich möchte gerne Kochmeister sein in meinem eigenen Restaurante. Ich werde auch Angestellte haben, und ein wenig Garten, um mir mein Gemüse und Salat

frisch anzubauen.

 

Anhand dieser Aussage haben wir gemeinsam darüber nachgedacht, was denn alles für dieses Ziel notwendig sei.

 

Schule ist da schon wichtig, alleine um lesen, schreiben und rechnen zu erlernen. Wie sonst könnte er ein Restaurante führen? Er muß sich konzentrieren können, darf sich nicht leicht ablenken lassen.

 

Es ist Ausdauer und Geduld gefragt, ja und reinlichkeit….. er wäscht sich immer noch nicht gerne jedes mal die Hände wenn er z.B. den Hund gestreichelt hat……

 

 

Sehr wichtig:

 

verlangen Sie nicht zu viel auf einmal. Das setzt Ihr Kind nur unnötig unter Druck. Meist gehen Sie mit dieser Methode Schritte zurück, anstatt voran. Es ist ein Kind dass lernen möchte, auf seine ganz eigene Weise.  Sie können es wunderbar unterstützen, indem Sie:

 

  • Ihrem Kind immer wieder zeigen, dass Sie es lieben
  • Seien Sie selbst möglichst ruhig und gefestigt
  • Wenn es um die Hausaufgaben geht, sollten Sie dabeibleiben
  • möglichst alle Nebengräusche wie Radio, TV u.ä. ausschalten
  • auf dem Tisch sollten nur die Schulsachen liegen
  • stellen sie etwas Schönes in Aussicht, wenn die Schulaufgaben ordentlich gemacht werden
  • etwas ein gemeinsames Spiel, oder spazieren gehen, mit Freunden spielen
  • Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt, wann dei Hausaufgaben gemacht werden müssen
  • lassen Sie sich von Jhrem Kind zeigen, was es auf hat.
  • Ein neues Thema lasse ich mir gerne von meinem Kind erklären, so weiß ich ob es verstanden wurde
  • Fragen Sie ihr Kind, wieviel Zeit es benötigen würde
  • Loben Sie ihr Kind so oft es geht

 

Was ich Ihnen dringed ans Herz lege:

 

 

pflegen sie regen Kontakt mit dem Lehrer Ihres Kindes. Das ist sehr wichtig. Gemeinsam können Sie die Bedürfnisse und Schwierigkeiten auf beiden Seiten erkennen und nach Wegen suchen, verschiedenes absprechen und ausprobieren.  Etwa, das Kind umsetzten, dass es nicht so abgelenkt wird, oder durch ein kleines Aufrufen  das Kind wieder zum Unterricht holen. Am besten man spricht offen über alle Themen, evtl. auch zusammen mit dem Kind, um einfach bessere Voraussetzungen zu schaffen, und dem Kind zu zeigen, wir arbeiten gemeinsam daran.

Es ist überhaupt nicht nötig, sich wegen irgend etwas zu schämen, weder als Eltern, noch wegen dem Kind.

Ich hatte früher auch Phasen in denen habe ich mich überhaupt nicht wohlgefühlt, wenn es dann mit dem Lehrer  gar nicht geklappt hat, es einfach zu keiner guten Verständigung kam, aus welchem grund auch immer, ist es natürlich sehr schwer, gute Bedingungen zu schaffen für ADS/ADHS Kinder.

 

Wir hatten damals zusätzlich eine guten Psychologen der mein Kind und mich mit begleitet hat. Das half sehr dabei, Lösungsansätze zu bekommen, um verschiedene Bereiche mit meinem Kinde zu trainieren.

 

Ganz wichtig finde ich dabei die Freude am Leben nicht zu verlieren. Den Spaß nicht zu kurz kommen zu lassen. Kreativ sein, Sie glauben gar nicht womit man alles lernen kann und wie lustig das sein kann.

Mein  kleiner hat sich z. B. darüber gefreut dass er die beste Krapfen weit und breit herstellen konnte. Er konnte alles alleine machen, ich habe nur zugesehen. An praktischen Beispielen lernen die Kinder was sind denn Maßeinheiten wie gramm und Kilo, wo ist da der Unterschied, Liter und Mililiterusw….

nebenbei wird Ausdauer trainiert, es ist Geduld nötig, na und am Ende muß alles wieder sauber gemacht werden.  Erst danach folgt der pure Genuß.

Wir sind lustig, und reden viel miteinander, ja und wenn er oder sie sich nicht kontrollieren kann, na dann kann ich es halt auch mal nicht und ziehe dabei eine urkomische Fratze hin, dass wir alle lachen müssen, und  das kleine Ärgernis aus der Welt geschaffen ist.

Die vielen kleinen netten, fröhlichen und erlebnisreichen Momente machen den Alltag so erfreulich. Sie geben Kraft und Mut um sich immer wieder aufs Neue, den Schwierigkeiten zu stellen

 

Einen schönen Tag wünscht Ihnen,

Gabriele Odenthal

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Ohne Liebe geht es nicht

Das wird eine lange Reise und der Weg ist das Ziel.

Ich persönlich habe mich für den Einsatz von Medikamente als allerletzte Konsequenz entschieden, wohl wissend, dass dieser Weg sehr viel Kraft und Geduld erfordert und nicht OHNE das Hinzuziehen von Fachkräften und der Bereitschaft, viel dazu zu lernen, möglich ist.

Je mehr ich an mir selber gearbeitet habe, desto besser ist auch die Beziehung zu meinem Kind, Lehrer und alles was mich umgab, geworden. Es wird leider all zu oft vergessen, daß, auch wir uns als Eltern, anders wahrnehmen müssen, um ein erfreuliches, harmonische und glückliches Zusammenleben zu erreichen.
Das muß sozusagen Hand in Hand einhergehen mit den Förderprogrammen und Trainings des Kindes.

Sie müssen sich klar darüber werden, dass der Erfolg nur in vielen kleinen Schritten erreicht werden  kann.  Das ist vergleichbar mit einer Bergtour: sie stehen zuerst ganz unten am Fuße des Berges, manch einen höre ich da schon stöhnen…. es bleibt ihnen nichts übrig, als Schritt für Schritt den Berg zu erklimmen. Wenn sie nach einer Weile zurücklblicken, werden sie erstaunt sein, wieviel sie schon geschafft haben. Unterwegs werden sie vielleicht auch das eine oder andere Mal stehen bleiben, um zu verweilen, Kraft zu schöpfen, die Aussicht genießen, um sich dann wieder in Bewegung zu setzen.  Wenn sie konsequent genug ihr Ziel verfolgen, kommen sie auch irgendwann am Gipfel an und werden mit einer unvergleichlich schönen Aussicht belohnt. Es erfüllt sie mit Stolz, es geschafft zu haben und ein überströmendes Glücksgefühl macht sich in ihnen breit. Der eine läßt sich viel Zeit, und genießt schöne Landschaften, ein anderer, vom sportlichen Ehrgeiz gepackt, schafft den Weg sogar in der halben Zeit. Doch sie kommen alle an. Dann gibt es noch die ganz Schlauen, die unterwegs einkehren, und in aller Gemütsruhe ein Bierchen zischen und das Szenario von der Ferne aus betrachten….

Sicherlich stellen sie sich die Frage: wie geht es nun weiter?

Um irgendwo ankommen zu können, brauchen sie erst ein mal ein klar definiertes Ziel:

mein Ziel mit und für meine Kinder war ganz klar: sie nach besten Kräften und Möglichkeiten dahingehend zu begleiten und zu unterstützen, dass sie zu selbstbewusste Persönlichkeiten heranwachsen , denen es möglich ist, ihr Leben nach  ihren Vorstellungen leben zu können, und all ihre Begabungen und Kreativität dabei voll entfalten können, um  diese zu ihrem Wohl und zum Wohle der gesamten Schöpfung einsetzen können.

Wie bin ich vorgegangen?

In unzähligen Abenden, wenn es endlich  still um mich wurde, habe ich angefangen, mir verschiedene Listen anzufertigen.

Was hat mein Kind für Fähigkeiten? Was für besondere Talente? Welche Interessen? Welche besonderen Neigungen und Begabungen?

Das wurde eine lange Liste:

sie ist musikalisch, intelligent, lebnstüchtig, handwerklich sehr begabt, liebt es neue Dinge auszuprobieren, zeichnet und malt sehr gut, liebt Mathematik, Philosophie, Tanz, tobt übermütig in der Natur, mutig, ehrgeizig, hat eine sehr gute Beziehung zu Pferden, reiten, kann sich dinge gut merken,
schafft es auch, unangenehme Situationen zu meistern, kann sich organisieren, gestaltet gerne, kocht, ist hilfsbereit, entschlossen, gute Vorstellungskraft, sie liebt die Freiheit,  sie kann ihre Meinung öffentlich vertreten, schreibt schöne Phantasiegeschichten, kann gut mit Kindern umgehen……

Fällt es da nicht leicht, sein Kind zu lieben und anzunehmen?

Allerdings war es ein langer emotionsreicher und anstrengender Weg dorthin zu kommen, doch es hat sich ja gelohnt. Sie hat fest vor, Tierärztin zu werden und lernt entsprechend fleißig und mit Erfolg.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, daß wir vor 5 Jahren nach  Madeira gezogen sind und uns alle an ganz neue Lebensart und Sprache gewöhnen mußten.  Das hat so manches von jedem Einzelnen abverlangt. Das hat sich absolut als Vorteil entwickelt. Aber all das zu erzählen, wird wohl einmal eine
ganz eigene Sache werden.

Welche Schwierigkeiten hat mein Kind?

sehr impulsiv und aufbrausend
konnte sich, wenn sie geärgert wurde, von anderen Kindern, nicht kontrollieren
hat sich sehr leicht ablenken lassen
konnte sich nicht organisieren
konnte keine selbständiges Arbeiten erledigen
hat ständig Hausaufgaben vergessen, oder entsprechendes Material dazu
Hausaufgaben machen war jedesmal ein Drama
sie war Außenseiterin in der Schule
hatte keine Freunde
konnte sich nicht eingliedern
es gab ständig Streit mit den Geschwistern
wollte immer die ungeteilte Aufmerksamkeit erhalten
Tischmanieren war auch ein Thema für sich
sehr ungeduldig
konnte sehr unzufrieden mit sich sein
konnte nicht still sitzen

Ich schildere das, um Ideen zu geben, Mut zu machen, weiter den Weg zu gehen, nach Möglichkeiten zu suchen und Tiefpunkte ertragen lernen, denn ich habe nie aufgehört, nach besseren Wegen und Möglichkeiten zu suchen. Heute kann ich Lächeln, wenn ich auf die beinahe 18 Jahre Erfahrung mit meiner Tochter zurückblicke. Und ich bin sehr stolz auf sie und unendlich glücklich darüber, dass sie DIE Persönlichkeit ist, die sie ist.

Nächstes mal erzähle ich Ihnen, welche Ziele wir gemeinsam erarbeitet haben.

Noch eine Bitte an Sie, schreiben Sie mir doch , was Sie so erlebt haben, welche Frage oder Anregung Sie haben, denn ich gebe mir viel Mühe, möchte damit auch einen wichtigen Beitrag leisten, für alle, die
sich mit dieser Thematik auseinandersetzen (müssen).

Vielen Dank!

Es grüßt Sie herzlichst,
Gabriele Odenthal

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Mein Kind ist doch kein Monster

Da stand ich nun mit diesem überaus hilfreichen Satz: dein Kind leidet wahr scheinlich an ADS/ADHS
Zunächst konnte ich mit dem Begriff gar nichts anfangen. Also schloss ich mich einer Selbsthilfegruppe an, las unzählige Bücher um überhaupt eine Vorstellung dessen zu erhalten, was mich erwarten würde.  http://de.wikipedia.org/wiki/Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung

Da standen so Aussagen wie:

  1. gedankliche Unruhe, Reizfilterschwäche
  2. Probleme mit der Aufmerksamkeit, Impulsivität
  3. Versagen in Schule und Beruf
  4. Risiko für frühzeitigen Nikotin-, Alkohol-, oder Drogenabhängigkeit

Weiter hieß es da die Betroffenen können auch unter :

  1. Depressionen, Angstzuständen
  2. Störungen des Selbstbildes und des Selbstwertgefühles haben
  3. Soziale Phobien
  4. Eßstörungen…….

Das alles stimmte mich für den Moment nicht sehr zuversichtlich und viele Fragen blieben offen .

Mir war nur eines klar: ich mußte meiner Tochter helfen und ihr beistehen, daß sie zu einem glücklichen, selbstbewußten und selbstsicheren Menschen heranwächst.

Heute kann ich zurückblickend sagen, es war ALLER Mühe wert, sie IST zu einer phantastischen Persönlichkeit herangereift. Und ich bin unendlich dankbar, daß ich mit ihr gemeinsam diesen neuen Weg gehen durfte und soviel dabei gelernt habe.  Das hat mein Leben sehr bereichert.

Deshalb schreibe ich über ADS/ADHAS, Hüperaktivität, Zappelphilippe, oder wie man sie sonst noch nennt. Für mich sind es die KINDER DER NEUEN ZEIT.
Es sind wundervolle und einfühlsame Persönlichkeiten. Man muß sich nur die Mühe machen, sie verstehen zu wollen.

Ich möchte ausdrücklich betonen, ich zeige ihnen MEINEN Weg, den ich mit meinem Kind gegangen bin. Ich möchte dabei nichts und niemanden in Frage stellen. Alles hat irgendwo seinen Sinn.  Ich möchte ganz einfach meine Erfolgsrezepte, Erfahrungen, Gedanken und auch so manchen Tiefpunkt mit Ihnen teilen.

Demnächst werden wir uns ausführlich mit dem Thema rund um ADS/ADHS und Schule  beschäftigen.
Ich würde mich sehr darüber freuen, ein Feedback von Ihnen zu erhalten.

DANKE !!!!!!!

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Warum ich über ADS und ADHS schreibe… Teil 1

War mir doch nach meinen zwei Söhnen eine allerliebste Tochter geschenkt worden. Welch eine Freude, das können Sie mir glauben.  Doch kaum drei Monate alt, entwickelte sie eine ausgeprägte Neurodermitis. Es gestaltete sich ein quälendes Jahr für die ganze Familie. Ich zog mit ihr von einem Arzt zum nächsten, nichts wollte helfen. Mir wurde sogar mangelnde Pflege unterstellt.  Was man nicht alles auf sich nehmen muß.

Irgendwann bin ich über Empfehlung an einen Arzt gelangt, der auf Allergien ausgetestet hat. Es stellte sich heraus, daß sie gegen Kuhmilch, Weizen und Zucker allergisch reagierte und das beste daran, ich habe meine Tochter gestillt.  Der Arzt empfahl mir unbedingt weiter zu stillen, solange es möglich sei, daß gäbe ihr Schutz. Es sei nur erforderlich,daß ich ebne  besagte Nahrungsmittel von meinem Speiseplan nehme.

Das war für mich das kleinste Übel, wenn es nur meiner Tochter endlich besser ginge und sie unbeschwert Lachen sehen  kann.  Und tatsächlich schon nach kurzer Zeit bemerkte ich deutlliche Besserung. Die offenen Stellen gingen zurück und sie schien einen unstillbaren Lebenshunger zu entwickeln.  Sie war beinahe nicht mehr zu bremsen.

Zunächst dachte ich, das sei auf die lange quälende Zeit davor zurückzuführen, und sie müsse einiges nachholen.  Doch das Tempo das sie vorlegte, die Unruhe,  die sie in sich hatte, und die ständige Unzufriedenheit mit dem was sie selber erreichen wollte, machten mich schon stutzig.

Was immer sie unternah, malen, mit Klötzeen einen Turm bauen, ein Puzzle fertigstellen, sie war oft  voller Unmut  und das durchaus mit Nachdruck.  Andererseits konnte sie endlos hin und herrennen, sie schien nie müde zu werden. Es war auch recht schwer, sie zu einer Mittagsruhe zu bewegen.

Die Kindergartenzeit verlief ähnlich. es fiel ihr ausgesprochen schwer, bei einer Sache zu bleiben. Auf der anderen Seite war meine Tochter sehr wissbegierig. sie konnte einen mit unzähligen Fragen löchern.

Sie verfügte über eine gute Beobachtungsgabe.   Die Erzieherinnen , die meine Tochter längst mit ihrem Charme um den Finger gewickelt hatte, waren der Meinung, daß sie eine strenge Hand benötige.

 

Zugegeben, es war wirklich nicht einfach mit ihr umzugehen. Ich mußte sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen beweisen,  um einigermaßen mit ihr klar zu kommen.

Die Katastrophe zeigte sich erst in der Schule.

Meine Tochter kam mit der Lehrerin absolut nicht klar und diese schien restlos überfordert zu sein.  Meine Tochter blockierte, war ständig mit ihren Gedanken woanders, wußte nie was sie  an Hausaufgaben hatte.  Die Lehrerin hatte sie ständig ausgeschimpft.  Letztendlich weigerte sich meine Tochter, weiter zur Schule zu gehen. Ich stand zwischen meiner Tochter und der Lehrerin. Es gab keine Lösung.

Dann die  für mich erlösende Frage : kann es sein, daß dein Kind ADS hat?

Im ersten Moment war ich reichlich irritiert und schockiert, doch als mir meine Bekannte, die übrigens selbst ein betroffenes Kind hat, anfing darüber zu berichten, erkannte ich durchaus parallelen.  Ich erhielt eine Adresse eines guten Arztes der umfangreiche Tests mit ihr durchführen würde, doch mußten wir eine Wartezeit von einem halben Jahr hinnehmen.

Ich nahm meine Tochter in den Arm und versprach ihr,:  jetzt wir alles gut. Wir müssen nur neue Wegen gehen. Gemeinsam werden wir es schaffen.

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